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16.03.2010
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Wago bringt frischen Wind in die Kontakttechnik-Szene



Die Wago-Spitze mit den Technischen Leitern Konrad Stromiedel und Dr. Thomas Albers sowie dem geschäftsführenden Gesellschafter Sven Hohorst
Sind guten Mutes, mit ihren Innovationen den Markt zu beleben: Die Wago-Spitze mit den Technischen Leitern Konrad Stromiedel und Dr. Thomas Albers sowie dem geschäftsführenden Gesellschafter Sven Hohorst (von links)


Just die aktuelle Zeit des (zwangsläufigen) Innehaltens vieler Marktteilnehmer nutzt der westfälische Kontaktprofi Wago zur Präsentation mehrerer Innovationen auf dem Gebiet der elektrischen Verbindungs- und Automatisierungstechnik. "Unsere Produkt-Investitionen der vergangenen drei Jahre in Höhe von rund 20 Millionen Euro zahlen sich nun in schwieriger Zeit aus", verkündete Sven Hohorst, der geschäftsführende Gesellschafter, auf der Jahrespressekonferenz des Unternehmens am 12. März 2010 in Dresden. "Es war Zeit für einen neuen Quantensprung beim Anschließen und Verbinden elektrischer Leiter." Und den sieht Wago nun geschafft, unter anderem mit der Dosenklemme "2273", die noch einmal um die Hälfte kleiner gestaltet werden konnte als die berühmten Wago-Klemmen der Baureihe "273". Und die Klemme hat noch weitere Vorteile. So ermöglicht ihr großer Anschlussbereich, eindrähtige Leiter von 0,5 bis 2,5 mm2 anzuschließen, so dass zukünftig nur noch eine Baureihe alle Anschlussquerschnitte abdeckt. Außerdem ermöglicht ein transparentes Gehäuse Sichtprüfungen.



Die neue Dosenklemme 2273 ist 51% kleiner als ihr erfolgreicher Vorgänger 273
Kompakter geht’s nimmer: Die neue Dosenklemme 2273 ist 51% kleiner als ihr erfolgreicher Vorgänger 273




Geradezu revolutionär soll "picoMAX" wirken, ein Leiterplatten-Steckverbindersystem, für das Wago ein Kontaktprinzip entwickelt hat, das die Funktionen Leiteranschluss und federnder Buchsenkontakt in einem Element vereint. Die Funktion "Stromleitung" wurde konsequent getrennt und in einem zweiten Element realisiert. Die veränderte Aufteilung der Funktionen spart Material, verringert die Bauhöhe und ergibt ein neuartiges Anschlusssystem mit hoher Kontaktsicherheit.



Als weitere Highlights präsentierte Wago vier Linect-Steckverbinder, mit denen sich Leuchten mit Linect-Schnittstelle steckbar anschließen lassen, den "Ethernet-Controller 2.0", mit dem SPS-Programme doppelt so schnell wie bisher verarbeitet werden können, einen Feldbuskoppler für Ethernet, der erstmals zwei Ethernet-Schnittstellen hat, die über einen integrierten Switch am Koppler bereitgestellt werden, sowie den Universal-Trennverstärker "857-402" aus der "Jumpflex"-Familie, der mit über 450 werkseitig kalibrierten Signalkombinationen, einem Eingangspannungsbereich bis +/- 200 V und einer Skalierbarkeit über den gesamten Messbereich einen neuen Maßstab in der 6-mm-Klasse setzen soll.



Was die wirtschaftliche Situation betrifft, so hatte Wago nach Jahren permanenten Wachstums von 2008 auf 2009 einen Umsatzrückgang von etwa 16 Prozent auf gut 380 Millionen Euro hinnehmen müssen. Dennoch hielten die Mindener ihren Mitarbeiterstamm von fast 4900 konstant. "Unser Festhalten an qualifiziertem Personal, gepaart mit den jetzt verfügbaren, wegweisenden Neuheiten wird unserem Geschäft Schwung verleihen und der sich zögernd erholenden Branche kräftige Impulse geben", zeigte sich Wago-Chef Hohorst überzeugt. Es gebe viele Gründe, mit Zuversicht nach vorn zu schauen. Zum Beispiel zu den Fach-Expositionen Light+Building (11. bis 16. April 2010) und Hannover Messe Industrie (19. bis 23. April 2010, Hannover). Dort werden alle Wago-Neuheiten zu begutachten sein.
 
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