Selektives Laserschmelzen
Laser senkt den Reparaturaufwand an Triebwerksteilen um 40 bis 50 %

Selektives Laserschmelzen
An Triebwerksbauteile werden höchste Anforderungen gestellt. Sie müssen sich je Sekunde mehr als 1000-mal drehen, Temperaturen von bis zu 2000 °C und extremem Druck standhalten. Zudem sollen sie möglichst leicht und dennoch hoch sicher sein. Die Entwicklung und Wartung der Triebwerke ist deshalb eine große Herausforderung. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT in Aachen setzen auf das selektive Laserschmelzen (Selective Laser Melting) SLM. Bei diesem Verfahren wird das Werkstück auf einer Bauplattform schichtweise aus einem pulverförmigen Werkstoff aufgebaut. Es funktioniert wie ein Drucker, aber in drei Dimensionen.
Gemäß den computergenerierten Konstruktionsdaten des geplanten Werkstücks wird das Metallpulver an den vorgegebenen Stellen aufgetragen und anschließend sofort mit einem starken Laserstrahl zum Schmelzen gebracht. Es verbindet sich dadurch fest mit dem schon fertigen Teil des Objekts. – Materialprüfungen haben ergeben, dass derartig erzeugte Komponenten eine mindestens ebenso hohe Güte haben wie konventionell hergestellte. Dr. Konrad Wissenbach vom ILT zum Potenzial: "Mit diesem Verfahren gelingt es nicht nur, beschädigte Triebwerksteile perfekt zu reparieren, sondern auch komplette Komponenten zu fertigen, die man mit üblichen Methoden wie Fräsen oder Gießen prinzipiell nicht herstellen kann. So sind auch Geometrien und Designs möglich, von denen man bisher nicht zu träumen wagte." Die Durchlaufzeiten für die Instandsetzung lassen sich um 40 % und mehr reduzieren. Außerdem können bis zu 50 % des notwendigen Materials und mindestens 40 % der Reparaturkosten zukünftig eingespart werden.
Das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT
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